Gesund unterrichtenZehn Tips, um im Lehrerberuf gesund zu bleiben1. Freiräume schaffen Durch kurze Pausen und häufige Saalwechsel fehlt die Zeit, um einen Gang herunterzuschalten und kurz zu entspannen. Die durchgehende Anspannung ist auf Dauer schädlich, versuchen Sie also die Pausen als solche wahrzunehmen. Leider sind die Pausen meistens die arbeitsintensivsten Teile eines Tages - Kollegen, Schulleitung und Schüler wollen zwischen Tür und Angel Informationen haben oder loswerden, Probleme müssen geklärt und vielleicht Geräte abgeholt oder zurückgebracht werden. Kurzum ist die Pause selten erholsam. Achten Sie also möglichst darauf während des Unterrichtes Leerlaufphasen einzuplanen. Gestalten Sie selbstständige Aufgaben für die Schüler und atmen Sie durch. 2. Nicht nur Schule - Ausgleich in der Freizeit schaffen und Burnout vermeiden Gerade am Anfang vom Lehrerberuf gilt es: nicht alle Hobbys und Freizeitinteressen auf Eis legen, auch wenn es zeitlich eng ist. Begehen Sie auch nicht den Fehler, sich nur noch mit Lehrern in der Freizeit zu umgeben, da sonst sehr schnell das zentrale und unausschöpfbare Gesprächsthema die Schule sein wird - und Sie können noch weniger abschalten. 3. Standardweisheiten gelten auch für Lehrer: ausgewogen essen, viel bewegen, ausreichend schlafen Das perfekte Pausenessen ist Obst und Joghurt. Diese gesunde Ernährung lässt sich mit zwei einfachen Tricks erledigen: gesund einkaufen und gesund die Schultasche packen. Der Rest geht von selbst. 4. Tagsüber ausreichend trinken Wasser ist der Schmierstoff der Stimmbänder und verhindert hier Heiserkeit und Halsschmerzen. Kopfschmerzen sind übrigens sehr häufig auf zu wenig Flüssigkeitszufuhr zurückzuführen. Eine große Flasche Wasser pro Tag auf der Arbeit trinken, wirkt Wunder.
5. Über Probleme reden Manchmal macht man sich den Kopf über Schwierigkeiten mit Schülern, Klassen oder Kollegen. Viele suchen die Probleme bei sich selbst und fragen sich, was am eigenen Verhalten geändert werden könnte, um die Probleme zu lösen. Sprechen Sie frühzeitig mit Kollegen. Häufig stellen Sie fest, dass Sie nicht mit den Problemen alleine stehen, was sowohl die Ursachenforschung erleichtert wie auch Sie nachts besser schlafen lässt. 6. Viel Lachen Lachen hebt die Laune - von Ihnen, Ihren Schülern und Ihren Kollegen. 7. Die Stimme schonen Ein Lehrer muss nicht ständig reden. Texte vorlesen können auch Schüler, der Stimmwechsel unterbricht zusätzlich noch die Monotonie des Lehrervortrages. Planen Sie zusätzlich viele selbstständige Arbeitsaufträge für die Schüler ein und Sie können während den Stunden Luft holen und Kraft sammeln. 8. Feedback einfordern Fragen Sie ab und zu Ihre Schüler, was am Unterricht verbessert werden könnte. So wissen Sie, wo Sie dran sind.
9. Nicht der Aufschieberitis verfallen Gewöhnen Sie sich an, Aufgaben möglichst gleich zu erledigen. Für jede unkorrigierte Arbeit gibt es in Ihrem Kopf ein kleines Männchen, das mit einem Hammer klopft. Wenn Sie es trotz zielstrebiger Arbeit nicht schaffen, klar Schiff zu halten, dann machen Sie zu viel. Sprechen Sie das Problem an und überlegen Sie, wo Sie kürzer treten können. 10. Rückenschmerzen vorbeugen Phasenweise sind sehr viele Klassenarbeiten zu korrigieren, Lehrproben zu schreiben oder Stunden vorzubereiten. Gerade der Wechsel zwischen Phasen starker und geringer Belastung bedeutet eine Belastung für den Rücken. Unabhängig davon, welche Art von Arbeitsplatz Sie bevorzugen: versuchen Sie häufig die Psoistion zu wechseln, ausreichend zu pausieren und zwischendurch andere Tätigkeiten durchzuführen. Lüften Sie ausreichend und achten Sie auf ausreichende Licht und Luftfeuchtigkeit im Arbeitszimmer. Grundsätzlich können (das Aufdemsofakorrigieren ausgenommen) drei Varianten unterschieden werden: 1. Der Sitzball 2. Schreibtischstühle Hier lohnt es sich, Geld zu investieren und sich entsprechend ausgiebig zu informieren. 3. Stehpult Stehen statt sitzen. |